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TrueFinance · Interaktiver Rechner

Säule 3a richtig staffeln

Beim Bezug zahlst du eine progressive Kapitalbezugssteuer: Je grösser der Betrag in einem Jahr, desto höher der Satz. Der Rechner zeigt dir, wie viel du jedes Jahr in welches 3a-Konto einzahlst, damit bei der Pensionierung jedes Konto ungefähr gleich gross ist und du jedes Jahr ein Konto beziehen kannst.

1. Deine Ausgangslage

Jahre

Empfohlen: 6, bis 10 bei Arbeit über 65

CHF, max. 7'258 (mit PK)

Alter · AHV-Referenzalter 65

% p.a. · pro Konto änderbar

Dann bleibt dieses Jahr frei von 3a-Bezügen, weil PK- und 3a-Bezüge im gleichen Jahr zusammengezählt werden.

Die Jahreseinzahlung geht dann ins Konto, das zuletzt bezogen wird (solange du erwerbstätig bist). Würde es dadurch zu gross, verteilt der Rechner sie auf alle offenen Konten.

Steuerfüsse 2026, alle 2'110 Gemeinden

% p.a., für Kaufkraft

2. Deine 3a-Konten und was du einzahlst

Konto Guthaben heute Rendite % Bezug Einzahlung / Jahr pro Monat Wert beim Bezug in heutiger Kaufkraft

3. So sieht dein Bezug aus

Ziel: Jedes Konto ist im Jahr seines Bezugs etwa gleich gross. So bleibt jeder einzelne Bezug in einer möglichst tiefen Progressionsstufe.

Bezugsfenster (Alter 60 bis 70)

#1, #2 … = Reihenfolge der Konten. Pro Kalenderjahr höchstens ein Bezug. Nach 65 ist ein Bezug nur möglich, wenn du nachweislich weiterarbeitest (höchstens bis 70).

Wert jedes Kontos beim Bezug

Guthaben heute Deine Einzahlungen Rendite

4. Steuern beim Bezug: gestaffelt vs. alles in einem Jahr

BezugKontoBetrag (Kaufkraft heute)Betrag heute (CHF)BundKanton + GemeindeKircheSteuer totalSteuer (CHF)Satz

Berechnet mit Tarifen und Steuerfüssen 2026 der ESTV auf heutige Kaufkraft, das heisst mit heutigen Tarifen. Künftige Tarif- und Steuerfussänderungen sind nicht vorhersehbar. Verbindlich prüfen: Steuerrechner der ESTV.

5. Dein Plan Jahr für Jahr

Was du in welchem Jahr auf welches Konto überweist und wann du welches Konto auflöst.

Jahresplan anzeigen

So rechnet der Rechner

Einfach erklärt, damit du jede Zahl nachvollziehen kannst.

Warum gleich grosse Konten?

Die Kapitalbezugssteuer ist in fast allen Kantonen progressiv. Zwei Bezüge à CHF 100'000 in zwei Jahren kosten deshalb weniger als ein Bezug von CHF 200'000 in einem Jahr. Am wenigsten Steuern zahlst du, wenn die einzelnen Bezüge etwa gleich gross sind.

Warum zahlst du nicht in jedes Konto gleich viel ein?

Das Konto, das du mit 60 beziehst, hat weniger Zeit zum Wachsen als das Konto, das du mit 65 beziehst. Damit trotzdem alle gleich gross sind, zahlst du in die früh bezogenen Konten etwas mehr ein. Das letzte Konto bekommt ab dem ersten Bezug zusätzlich deine ganze Jahreseinzahlung und braucht deshalb vorher am wenigsten.

Die Rechnung

Pro Konto: Guthaben heute × (1 + Rendite)Jahre bis Bezug + jährliche Einzahlung, verzinst bis zum Bezug. Einzahlungen gehen jeweils am Jahresende ein (vorsichtige Annahme), bis zum Jahr vor dem ersten Bezug. Der Rechner sucht dann die Aufteilung deiner Jahreseinzahlung, bei der alle Konten beim Bezug gleich gross sind. Ist ein bestehendes Konto schon zu gross, bekommt es keine Einzahlungen mehr und der Rest verteilt sich auf die anderen.

Warum 7 % Rendite als Standard?

7 % pro Jahr ist eine Annahme für ein 3a-Konto, das zu 100 % in globale Aktien investiert ist, etwa über einen Indexfonds auf den MSCI ACWI IMI (grosse, mittlere und kleine Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern). Globale Aktien haben langfristig nominal je nach Periode zwischen rund 6 und 8 % pro Jahr gebracht, mit grossen Schwankungen dazwischen. 7 % liegt in der Mitte dieser Bandbreite. Das ist keine Garantie.

Ein 3a-Zinskonto (rund 0.5 bis 1 %) macht bei einem langen Anlagehorizont keinen Sinn: Nach Teuerung bleibt kaum etwas übrig. Langfristig ist eine 3a-Lösung mit 100 % Aktien das Sinnvollste, sofern du die Schwankungen aushältst und das Geld nicht in den nächsten Jahren brauchst.

→ So setzt du deine 3a global um: «Global 100» ist nicht global

Warum empfehlen wir 6 bzw. 5 Konten?

Bei ordentlicher Pensionierung mit 65 kannst du ab 60 beziehen: das sind die Jahre 60, 61, 62, 63, 64 und 65, also 6 Steuerjahre. Beziehst du die Pensionskasse als Kapital, reservierst du ein Jahr dafür und kommst auf 5 Konten. Mehr als 6 Konten brauchst du nur, wenn du über 65 hinaus arbeitest und den Bezug aufschiebst (maximal bis 70, also bis zu 11 Steuerjahre).

Regeln, die du kennen musst

Stand September 2026.

BezugsfensterFrühestens 5 Jahre vor dem AHV-Referenzalter, spätestens 5 Jahre danach, und nach 65 nur, wenn du weiter erwerbstätig bist (BVV 3, BSV).
Nur ganze KontenEin 3a-Konto wird bei der Pensionierung immer vollständig aufgelöst. Ein bestehendes Konto nachträglich aufzuteilen geht nicht. Deshalb die Konten früh eröffnen.
ZusammenrechnungAlle Kapitalbezüge aus 2. und 3. Säule im gleichen Steuerjahr werden zusammengezählt, bei Ehepaaren auch die des Partners. Massgebend ist das Auszahlungsdatum, nicht der Antrag.
EhepaarePlant eure Bezüge gemeinsam, damit nicht beide im gleichen Jahr beziehen. Bei gleichem Jahrgang reichen deshalb oft je 2 bis 3 Konten pro Person.
Konto + DepotFührt eine Bank ein 3a-Konto und ein 3a-Depot als eine Vorsorgebeziehung, können sie nur zusammen bezogen werden. Prüfe das beim Anbieter.
NachzahlenSeit 2025 verpasste Beiträge darfst du bis 10 Jahre nachzahlen, aber nur, solange du noch kein 3a-Konto als Altersleistung bezogen hast.
Steuer beim BezugGetrennt vom übrigen Einkommen, zu reduziertem Satz. Beim Bund ein Fünftel des ordentlichen Tarifs (Art. 38 DBG). Die geplante Erhöhung im Entlastungspaket 27 hat das Parlament im März 2026 gestrichen.
Kantone ohne ProgressionGlarus, Obwalden, St. Gallen, Thurgau und Uri besteuern den Kantonsanteil linear (Thurgau bei Verheirateten). Dort bringt die Staffelung weniger, weil nur die Bundessteuer progressiv ist.
Früher beziehen hat auch KostenBezogenes Geld ist danach im Privatvermögen: Vermögenssteuer und Steuern auf Dividenden und Zinsen. Bei grossen Guthaben bleibt die Staffelung trotzdem fast immer klar vorteilhaft.
Kurz vor dem BezugEin Börseneinbruch kurz vor dem Bezug zählt nur dann wirklich, wenn du das Geld danach ausgibst. Brauchst du es zum Leben, fahre die Aktienquote des Kontos in den 2 bis 3 Jahren davor schrittweise herunter. Brauchst du es nicht, legst du es nach dem Bezug einfach privat wieder an und bleibst investiert.
Teilbezug in Diskussion. Das Parlament hat 2025 die Motion Silberschmidt (24.3067) angenommen. Künftig soll man ein 3a-Konto auch in Teilen beziehen können, ähnlich wie bei der Pensionskasse. Der Bundesrat muss die Regeln erst ausarbeiten: Wie viele Bezüge erlaubt sind, ab welchem Betrag und ab wann das gilt, ist noch offen. Bis dahin gilt: Ein Konto wird immer ganz bezogen. Mehrere Konten bleiben deshalb der sichere Weg, und sie schaden auch nicht, falls der Teilbezug später kommt.

Quellen

Rechtlicher Hinweis

Keine Beratung. Dieser Rechner dient ausschliesslich der Information und Finanzbildung. Er stellt keine Anlage-, Steuer-, Rechts- oder Vorsorgeberatung dar und ist weder ein Angebot noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder zur Eröffnung bestimmter Vorsorgelösungen. Für Entscheide zu deiner persönlichen Situation ziehe eine Fachperson bei.

Annahmen und Renditen. Alle Resultate beruhen auf den von dir gewählten Annahmen (Rendite, Einzahlungen, Teuerung, Bezugsalter). Renditen sind nicht garantiert. Aktienanlagen schwanken stark und können über längere Zeit Verluste aufweisen. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Kosten deiner Vorsorgelösung sind nicht berücksichtigt, sofern du sie nicht von der Rendite abziehst.

Steuerberechnung. Die Kapitalbezugssteuer wird mit Tarifen und Steuerfüssen des Steuerjahres 2026 berechnet (Datenbasis: Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV), angewendet auf Beträge in heutiger Kaufkraft. Steuertarife, Steuerfüsse und Gesetze ändern sich bis zu deinem Bezug. Für FR, GE, NW, TI, VD und VS handelt es sich um eine Näherung. Nicht berücksichtigt sind Kapitalbezüge aus der Pensionskasse und aus Freizügigkeitskonten sowie Bezüge des Ehepartners im gleichen Jahr, die mit deinen Bezügen zusammengerechnet werden. Massgebend ist der Wohnsitz im Zeitpunkt der Fälligkeit. Einzelne Steuerbehörden können eine Staffelung im Einzelfall kritisch prüfen.

Rechtsgrundlagen. Die Regeln zu Bezugsfenster, Maximalbeträgen und Nachzahlungen entsprechen dem Stand September 2026 (BVV 3, DBG, kantonale Steuergesetze). Verbindliche Auskünfte erteilen die zuständige Steuerverwaltung und dein Vorsorgeanbieter.

Haftung. Die Berechnungen wurden sorgfältig erstellt und gegen offizielle Werte geprüft. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird dennoch keine Gewähr übernommen. TrueFinance by Miguel Weber haftet nicht für Schäden, die aus der Nutzung dieses Rechners oder aus darauf gestützten Entscheiden entstehen.

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TrueFinance by Miguel Weber · Finanzbildung ohne Interessenskonflikt · Stand September 2026