Über mich Angebot Wissen Kontakt Erstgespräch buchen →
Wissen · Vorsorge

Unsere Pensionskassen vernichten Wert – im Vergleich zu einer einfachen Alternative.

Schweizer Pensionskassen beschäftigen die besten Vermögensverwalter des Landes. Ich habe ihre Leistung über 26 Jahre gegen neun stumpfe, passive Portfolios gemessen. Das Ergebnis ist keine knappe Sache: Jedes einzelne passive Portfolio lag vorn – und in keinem einzigen von 193 Zehn-Jahres-Fenstern schlugen die Profis alle Alternativen.

Gemessen an der einfachen Lösung wird hier über Jahrzehnte Vermögen vernichtet.

Lesezeit ca. 12 Min.· Basis: MAS-Thesis Corporate Finance 2026 (bewertet mit Note 6)
← Zurück zu Wissen

Die Finanzwissenschaft ist sich in kaum etwas so einig wie hier: Aktives Management – also der Versuch, durch geschickte Auswahl den Markt zu schlagen – gelingt langfristig fast niemandem. Genau das liess mir keine Ruhe. Denn wenn es irgendjemand schaffen müsste, dann die Schweizer Pensionskassen: Milliardenvolumen, Zugang zu den besten Managern, jede Anlageklasse der Welt. Also habe ich für meine Masterarbeit nachgerechnet, ob die absoluten Profis den Beweis erbringen – oder ob auch sie an der Arithmetik scheitern.

Ich habe die tatsächliche Nettoperformance der Schweizer Pensionskassen von 2000 bis 2025 gegen neun simple passive Portfolios gestellt. Das Urteil in drei Zahlen:

2.63 %
Rendite Pensionskassen pro Jahr – nach Kosten
bis 4.23 %
Rendite der simplen passiven Portfolios pro Jahr
0 / 193
10-Jahres-Fenster, in denen die Profis alle Alternativen schlugen

Kein Ausreisser, kein Zufall: Über 26 Jahre gab es keinen einzigen Zehn-Jahres-Zeitraum, in dem die teuer verwalteten Pensionskassen besser abschnitten als alle neun stumpfen Vergleichsportfolios. Die Arbeit wurde mit der Bestnote 6 bewertet – hier ist, was drinsteht.

Was du nach diesem Beitrag verstehst

Der Vergleich: fair aufgesetzt

Damit der Vergleich hält, braucht er faire Spielregeln. Auf der einen Seite steht die tatsächliche, aggregierte Nettoperformance der Schweizer Pensionskassen, gemessen am Credit-Suisse- bzw. UBS-Pensionskassenindex – also das, was die Kassen nach Kosten wirklich erwirtschaftet haben.

Auf der anderen Seite stehen neun passive Referenzportfolios aus nur zwei Bausteinen: globale Aktien (zu 70 % gegen Währungsschwankungen abgesichert) und Schweizer Obligationen. Die Mischungen reichen von offensiv (70 % Aktien / 30 % Obligationen) bis defensiv (30 % Aktien / 70 % Obligationen), in 5-Prozent-Schritten – dazwischen liegt praktisch jedes Risikoprofil, das eine Schweizer Pensionskasse fährt. Abgezogen werden auch hier laufende Kosten von 0.10 % pro Jahr.

Wichtig: Verglichen wird nicht «riskant gegen sicher». Mit neun Mischungen über die ganze Risikospanne gibt es für jedes Pensionskassen-Risikoprofil einen passenden passiven Zwilling. Der einzige echte Unterschied ist: aufwendige, teure Bewirtschaftung – oder simple, günstige Regel.

Ergebnis 1: Alle neun passiven Portfolios lagen vorn

Über die gesamten 26 Jahre erzielten die Pensionskassen 2.63 % Rendite pro Jahr. Selbst die defensivste passive Mischung (30 % Aktien) schaffte 3.19 %, die offensivste 4.23 %:

Rendite pro Jahr 2000–2025: Pensionskassen vs. neun passive Portfolios
0%1%2%3%4% PK 2.63 70/30 4.23 65/35 4.12 60/40 4.01 55/45 3.88 50/50 3.76 45/55 3.62 40/60 3.49 35/65 3.34 30/70 3.19 Annualisierte Nettorendite 2000–2025. Portfolio-Bezeichnung = Aktien/Obligationen. Quelle: eigene Berechnungen, MAS-Thesis 2026.

Ein guter Prozentpunkt Unterschied pro Jahr klingt nach wenig. Über 26 Jahre ist er ein Abgrund. Aus 100 Franken wurden bei den Pensionskassen 196 – beim offensivsten passiven Portfolio 294. Der «sichere Profi» liess also fast die Hälfte des möglichen Vermögenszuwachses liegen:

Aus 100 Franken (2000) wurde bis 2025 …
100 150 200 250 300 2000 2005 2010 2015 2020 2025 70/30 · 294 50/50 · 261 30/70 · 226 PK · 196 Indexierte Wertentwicklung auf Monatsbasis, Start 100 im Jan. 2000, Nettorenditen. Quelle: eigene Berechnungen, MAS-Thesis 2026.

Wer 2000 sein Geld den Profis gab, hat es fast verdoppelt. Wer es stumpf in ein 70/30-Portfolio legte und nie wieder anschaute, hat es fast verdreifacht.

Ein guter Prozentpunkt Unterschied pro Jahr klingt nach wenig. Ist es aber nicht: Beim Zinseszins gibt es keine kleinen Zahlen. Über ein Erwerbsleben summiert sich so ein Rückstand auf ein spürbares Loch im Alterskapital – und das Muster zeigt sich nicht nur über die Gesamtperiode, sondern in allen untersuchten Teilperioden.

Statistisch abgesichert: Über die Gesamtperiode waren die Renditedifferenzen gegenüber allen neun Portfolios negativ. In der Teilperiode 2010–2025 war der Rückstand gegenüber den aktienlastigen Portfolios sogar statistisch signifikant (p-Werte 0.03–0.05) – ausgerechnet in der Phase, in der sich aktives Können am ehesten hätte zeigen müssen.

Ergebnis 2: Der Stabilitäts-Mythos hält nur halb

«Dafür schwanken Pensionskassen weniger» – das ist das Standardargument. Es stimmt, aber nur gegenüber aktienlastigen Portfolios. Der Blick auf den maximalen Verlust (Maximum Drawdown) entzaubert es:

−18 %
maximaler Verlust Pensionskassen
−18 %
maximaler Verlust Portfolio 30/70
+0.56 %
Mehrrendite des 30/70 pro Jahr – bei gleichem Maximalverlust

Das defensivste passive Portfolio verlor im schlimmsten Moment exakt gleich viel wie die Pensionskassen – lieferte aber mehr Rendite. Auch risikoadjustiert dreht das Bild: Die Sharpe Ratio des 30/70-Portfolios (0.62) liegt über jener der Pensionskassen (0.53), und bei der Pain Ratio – sie misst, wie viel Rendite du pro Einheit «Verlustschmerz» bekommst – ist der Abstand mit 1.42 zu 0.70 sogar doppelt so gross.

Dazu kommt die Bewertungsglättung: Ein grosser Teil der Pensionskassengelder steckt in Immobilien und anderen illiquiden Anlagen, die nur selten neu bewertet werden. Die ausgewiesenen Kurven wirken dadurch glatter, als das tatsächliche Risiko ist. Der ohnehin halbe Stabilitätsvorteil ist also zum Teil auch noch ein optischer Effekt.

Die härteste Prüfung: rollierende Renditen

Jeder Langzeitvergleich hat eine offene Flanke: Hängt das Ergebnis vom gewählten Start- und Endpunkt ab? Wer 2000 auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase startet, rechnet anders als jemand, der 2009 im Tief beginnt. Um diese Flanke zu schliessen, habe ich jeden möglichen Einstiegszeitpunkt geprüft.

So funktioniert es: Man nimmt jedes denkbare 10-Jahres-Fenster zwischen 2000 und 2025 – Januar 2000 bis Dezember 2009, Februar 2000 bis Januar 2010, und so weiter, Monat für Monat verschoben. Das ergibt 193 Zeiträume. Für jeden einzelnen wird die Rendite aller Strategien berechnet. Wenn eine Strategie wirklich systematisch besser ist, muss sie das über praktisch alle Fenster zeigen – nicht nur von einem günstigen Startpunkt aus.

Das Ergebnis dieser 193 Fenster ist das deutlichste der ganzen Arbeit:

0 / 193
Fenster, in denen die PK alle neun passiven Portfolios schlug
100 %
der Fenster verlor die PK gegen die Portfolios 60/40 bis 40/60
67 %
der Fenster lag die PK hinter allen neun gleichzeitig
Anteil der 193 rollierenden 10-Jahres-Fenster, in denen die PK hinter dem jeweiligen Portfolio lag
0%25%50%75%100% 70/30 96 % 65/35 98 % 60/40 100 % 55/45 100 % 50/50 100 % 45/55 100 % 40/60 100 % 35/65 84 % 30/70 71 % 193 rollierende 10-Jahres-Fenster, monatlich verschoben, 01.2000–12.2025. Quelle: eigene Berechnungen, MAS-Thesis 2026.

Lesebeispiel: Gegenüber dem Portfolio 60/40 lag die Pensionskassen-Performance in 100 % aller 193 Zeiträume zurück. Es gab schlicht keinen Zehn-Jahres-Einstiegszeitpunkt in 26 Jahren, zu dem sich der Aufwand gegenüber einer mittleren passiven Mischung gelohnt hätte.

Auch über kürzere 5-Jahres-Fenster (253 Stück) bleibt das Bild gleich: Nur in 2.4 % der Fälle schlug die PK alle Alternativen. Und der vielleicht überraschendste Einzelbefund: Die defensiven passiven Portfolios hatten seltener negative 5-Jahres-Phasen (0.4–0.8 %) als die Pensionskassen selbst (4.7 %). Selbst beim Kapitalschutz – dem Heimspiel der Kassen – liegt die einfache Lösung vorn.

Ein systematischer Mehrwert müsste sich über praktisch alle Einstiegszeitpunkte zeigen. Die Daten zeigen das Gegenteil – über praktisch alle Einstiegszeitpunkte.

Die Zahlen im Detail: alle Fenster, alle Portfolios

Für alle, die es genau wissen wollen – hier die vollständige Auswertung beider Zeithorizonte. Die Zeile «Fenster mit PK hinter Portfolio» ist die entscheidende: Sie zeigt, in wie vielen der rollierenden Zeiträume die Pensionskassen hinter dem jeweiligen passiven Portfolio lagen.

Rollierende 5-Jahres-Renditen p.a. (253 Fenster)

KennzahlPK70/3065/3560/4055/4550/5045/5540/6035/6530/70
Mittelwert2.94%5.22%5.02%4.81%4.60%4.39%4.17%3.95%3.73%3.50%
Median3.12%5.57%5.34%4.97%4.68%4.38%4.08%3.78%3.56%3.40%
Minimum-0.77%-2.62%-2.27%-1.92%-1.58%-1.25%-0.92%-0.60%-0.29%-0.20%
Maximum6.70%13.68%12.82%11.97%11.29%10.62%9.95%9.28%8.61%7.93%
Anteil negativer Fenster4.7%10.7%8.3%5.1%2.8%1.2%0.8%0.8%0.4%0.8%
Fenster mit PK hinter Portfolio86%89%92%96%95%90%86%74%62%

Rollierende 10-Jahres-Renditen p.a. (193 Fenster)

KennzahlPK70/3065/3560/4055/4550/5045/5540/6035/6530/70
Mittelwert2.90%5.10%4.94%4.76%4.59%4.40%4.21%4.02%3.82%3.61%
Median2.97%5.40%5.15%4.84%4.59%4.28%4.09%3.91%3.78%3.67%
Minimum0.90%0.80%1.09%1.37%1.64%1.87%2.08%2.28%2.41%2.10%
Maximum4.96%9.32%8.86%8.41%7.95%7.49%7.03%6.57%6.10%5.63%
Anteil negativer Fenster0.0%0.0%0.0%0.0%0.0%0.0%0.0%0.0%0.0%0.0%
Fenster mit PK hinter Portfolio96%98%100%100%100%100%100%84%71%

PK-Spalte hervorgehoben. «Anteil negativer Fenster» = Anteil der Zeiträume mit negativer Jahresrendite. «Fenster mit PK hinter Portfolio» = Anteil der Zeiträume, in denen die Pensionskassen schlechter abschnitten als das jeweilige Portfolio. Quelle: eigene Berechnungen, MAS-Thesis 2026.

Und nach Inflation? Die Zahl, die wirklich zählt

Nominale Renditen sind Schaufensterzahlen – was zählt, ist die Kaufkraft. Die Schweizer Teuerung betrug im Untersuchungszeitraum durchschnittlich 0.56 % pro Jahr. Von den 2.63 % der Pensionskassen bleiben real also noch rund 2.07 % pro Jahr. So schnell wächst die tatsächliche Kaufkraft des Vorsorgevermögens – nicht schneller.

Natürlich trifft die Inflation auch die passiven Portfolios. Aber ihr Vorsprung bleibt vollständig erhalten – und relativ betrachtet wiegt er real noch schwerer: Von einer kleineren Zahl tut jeder fehlende Prozentpunkt mehr weh.

«Aber die Pensionskassen dürfen ja gar nicht so viele Aktien halten!»

Der häufigste Einwand – und er greift aus zwei Gründen zu kurz:

Erstens: Die Aktienquote ist selbst eine aktive Entscheidung. Wie viel Risiko eine Kasse nimmt, ist Kern ihrer Anlagestrategie – und gehört damit zur Leistung, die beurteilt wird.

Zweitens: Der Vergleich kontrolliert genau dafür. Deshalb neun Portfolios über die ganze Risikospanne: Auch die Mischungen mit ähnlichem oder tieferem Risiko als die Pensionskassen (40/60, 35/65, 30/70) schnitten besser ab – bei der Rendite, bei der Sharpe Ratio, bei der Pain Ratio und in der rollierenden Betrachtung. Der Rückstand lässt sich nicht mit der Vorsicht der Kassen wegerklären.

Warum die Profis (fast) chancenlos sind

Das Ergebnis überrascht in der Finanzwissenschaft niemanden. Es ist die logische Folge von zwei der bestbelegten Erkenntnisse der Branche.

Erstens die Markteffizienz. Der Ökonom Eugene Fama – später Nobelpreisträger – zeigte schon 1970, dass an liquiden Märkten alle öffentlich verfügbaren Informationen bereits im Kurs stecken. Tausende hochbezahlte Profis mit Hochleistungsrechnern beobachten jeden Winkel; sobald eine Aktie einen Moment zu billig ist, wird sie gekauft – der Preis springt aufs faire Niveau. Damit ein Manager systematisch gewinnt, müsste er dauerhaft schlauer sein als die geballte Konkurrenz aller anderen Profis zusammen – und das auch noch um genug, um seine hohen Gebühren wieder hereinzuholen. Ein paar schaffen das in einzelnen Phasen. Aber im Voraus weiss niemand, welche.

Und die Arithmetik macht den Rest, wie Nobelpreisträger William Sharpe schon 1991 zeigte: Alle Anleger zusammen besitzen den Markt – ihre Durchschnittsrendite ist die Marktrendite, vor Kosten. Nach Kosten muss der Durchschnitt der teuren, aktiven Anleger deshalb zwingend hinter der günstigen, passiven Alternative liegen. Das ist keine Meinung, sondern eine mathematische Zwangsläufigkeit.

Genau deshalb ist das Ergebnis so eindeutig – und deshalb wollte ich es an den Pensionskassen prüfen: Wenn selbst die grössten, bestausgestatteten Anleger der Schweiz die simple Regel nicht schlagen, dann ist «aktiv schlägt passiv» empirisch praktisch widerlegt. Die grossen internationalen SPIVA-Studien messen dasselbe: Über zehn Jahre verfehlen rund 98 % der aktiven Fonds ihren simplen Vergleichsindex. Die Pensionskassen sind keine Ausnahme – sie sind die Regel, angewandt auf eine Billion Franken. Dasselbe Muster habe ich übrigens bei den aktiven Säule-3a-Fonds gefunden.

Was heisst das für dich?

Deine Pensionskasse kannst du dir nicht aussuchen – die wählt dein Arbeitgeber. Machtlos bist du trotzdem nicht. Drei Dinge kannst du aus diesen Daten mitnehmen:

Deine Konsequenzen aus 26 Jahren Daten
Die Regelkarte zum Mitnehmen
  1. Systematischer Mehrwert braucht Beweise über alle Zeitfenster. Ein guter Zeitraum ist Glück – 193 Fenster sind ein Urteil.
  2. Stabilität ist nicht gratis besser. Vergleiche Risiko immer mit einer gleich defensiven, günstigen Alternative – nicht mit dem riskantesten Gegenteil.
  3. Real schlägt nominal. Rechne Renditen immer nach Kosten und nach Inflation – das ist die Zahl, von der du später lebst.
  4. Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal. Zwei Bausteine und eine feste Regel haben 26 Jahre lang gereicht, um die Profis zu schlagen.

Das Fazit – und eine Forderung

Schweizer Pensionskassen haben von 2000 bis 2025 nach Kosten keinen systematischen Mehrwert gegenüber einer simplen passiven Strategie erzielt – nicht über die Gesamtperiode, nicht in den Teilperioden, nicht risikoadjustiert und in keinem einzigen der 193 rollierenden Zehn-Jahres-Fenster gegenüber allen Alternativen. Das ist kein Vorwurf an einzelne Kassen, sondern die seit Jahrzehnten bekannte Arithmetik des aktiven Managements – angewendet auf eine Billion Franken Schweizer Vorsorgevermögen.

Und genau deshalb ist das kein akademisches Nischenthema, sondern eine Frage, die uns alle betrifft. Wenn eine ganze Branche die einfache Alternative über 26 Jahre systematisch verfehlt und dafür auch noch üppige Gebühren an Vermögensverwalter und Fondsmanager überweist, dann braucht es Rechenschaft.

Meine Forderung
  1. Pflicht zur Benchmark. Jede Pensionskasse sollte sich verpflichtend an einem einfachen, passiven Referenzportfolio mit gleichem Risikoprofil messen – transparent, öffentlich, über rollierende Zeiträume.
  2. Rechtfertigungspflicht bei Underperformance. Wer die Benchmark über Jahre verfehlt und gleichzeitig hohe Gebühren an aktive Manager zahlt, muss erklären, warum – gegenüber den Versicherten, deren Geld es ist.
  3. Kostenwahrheit. Die vollen Verwaltungs- und Mandatskosten gehören offengelegt und der erzielten Mehr- oder Minderleistung gegenübergestellt.

Es geht nicht darum, jede aktive Entscheidung zu verbieten. Es geht darum, dass die Beweislast dort liegt, wo sie hingehört: bei denen, die für teures aktives Management das Geld der Versicherten ausgeben.

«Solange diese Rechenschaft fehlt, zahlen Millionen Schweizerinnen und Schweizer für eine Leistung, die es in den Daten schlicht nicht gibt.»
Miguel WeberGründer TrueFinance · MAS Corporate Finance
📄
Die ganze Arbeit, kostenlos
MAS-Thesis als PDF herunterladen
Alle Methoden, Datenquellen, Kennzahlen und Detailtabellen im Original – bewertet mit der Bestnote 6. Für alle, die es ganz genau wissen wollen.
PDF herunterladen ↓

Daten & Quellen

  1. Weber, M. (2026): «Generieren Schweizer Pensionskassen Mehrwert gegenüber einer passiven Alternative?», MAS-Thesis Corporate Finance. Eigene Berechnungen auf Basis monatlicher Nettorenditen 01.2000–12.2025; neun Referenzportfolios (70/30 bis 30/70) aus globalen Aktien (70 % CHF-hedged) und CHF-Obligationen; Kennzahlen, Teilperioden, t-Tests sowie 253 rollierende 5-Jahres- und 193 rollierende 10-Jahres-Fenster.
  2. Datenbasis: Credit Suisse Schweizer Pensionskassenindex (2000–2023) und UBS Pensionskassen-Performance (2024–2025); MSCI ACWI; SBI/SWIBOND; Wechselkurse SNB; Teuerung: BFS, Landesindex der Konsumentenpreise.
  3. Sharpe, W. F. (1991): «The Arithmetic of Active Management», Financial Analysts Journal.
  4. Fama, E. F. (1970): «Efficient Capital Markets: A Review of Theory and Empirical Work», Journal of Finance – die Theorie der informationseffizienten Märkte.
  5. Zur Bewertungsglättung illiquider Anlagen: Geltner (1991); Bond, Hwang & Marcato (2012).

Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag dient der Finanzbildung und ist keine Anlage-, Steuer- oder Vorsorgeberatung. Er trifft keine Aussage über einzelne Pensionskassen, sondern über die aggregierte Performance; einzelne Kassen können besser oder schlechter abschneiden. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Die berufliche Vorsorge erfüllt neben der Vermögensanlage weitere Aufgaben (Versicherungsschutz, Umverteilung, regulatorische Vorgaben), die ein reiner Performancevergleich nicht abbildet.

Miguel Weber, Gründer von TrueFinance
Miguel Weber
Das Gesicht von TrueFinance
Unabhängig & faktenbasiert

Warum du mir vertrauen kannst

Bei TrueFinance geht es um Finanzbildung ohne Interessenskonflikte – keine versteckten Provisionen, keine Produktverkäufe. Die Zahlen in diesem Beitrag stammen aus meiner MAS-Thesis in Corporate Finance: 26 Jahre Monatsdaten, neun Referenzportfolios, alle Berechnungen selbst durchgeführt und dokumentiert.

Genau deshalb zeige ich dir transparent jede Zahl und jede Quelle – damit du deine Vorsorge-Entscheidungen selbst und gut informiert treffen kannst, ohne dass dir jemand etwas verkaufen will.

Alle Angaben und Berechnungen erfolgen ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit und dienen ausschliesslich Informations- und Bildungszwecken. Sie stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse; Kapitalanlagen bergen Verlustrisiken bis zum Totalverlust. Ziehe bei konkreten Entscheidungen einen unabhängigen Fachspezialisten bei.